Als Vorbereitung auf die große Gebietsübung am 31.01. führten wir einen Winter-Übungstag am Hittisberg durch. Ziel war es, das Übungsgelände kennenzulernen, mögliche Einsatzszenarien zu besprechen und unsere Abläufe weiter zu festigen.
Ab 09:00 Uhr wurde in Kleingruppen im gesamten Bereich des Hittisbergs geübt. Dabei standen unter anderem folgende Inhalte auf dem Programm:
Orientierung und Erkundung des Geländes
Zugangs- und Anmarschwege
Gesichertes Bewegen sowie Abseilen im Wald
Kleine Bergungen aus steilem Gelände
ORDA-Training
Digitalfunk
Durchsprechen möglicher Szenarien für die kommende Gebietsübung
Gegen 13:30 Uhr trafen sich alle Gruppen am Genabend. Dort wurde eine gemeinsame Bergeübung mit 2–3 Personen vom Ostgrat durchgeführt.
Ein herzlicher Dank an Alex! Bilder in der Galerie.
Im Rahmen eines Heimabends stand bei unserer Ortsstelle sowohl Ausbildung als auch Kameradschaft im Mittelpunkt. In 3 Gruppen haben wir uns gezielt mit neuen Systemen und Geräten vertraut gemacht.
In der ersten Station wurde der neue Digitalfunk behandelt. Dabei ging es um die Grundlagen des neuen Funksystems, dessen Bedienung sowie die praktische Anwendung im
Einsatzfall.
Die zweite Station beschäftigte sich mit BRIS, dem neuen System der Bergrettung. Inhalte waren die Funktionen und Möglichkeiten.
In der dritten Station stand das ORDA im Fokus. Hier wurden die neuen ORDA-Geräte vorgestellt und deren Funktionen sowie die richtige Handhabung praxisnah erklärt.
Nach dem Ausbildungsteil ging der Heimabend in eine kleine Weihnachtsfeier über. Unsere Altbergretter Christoph und Seppl sorgten dabei für das leibliche Wohl und verwöhnten uns kulinarisch mit Bergrettungs-Kässpätzle und Salat. Abgerundet wurde der gemütliche Abend mit Mandarinen und Nüssen.
Ein herzliches Dankeschön an Dominik und Tobi für die Organisation des Heimabends.
Ein ganz besonderer und herzlicher Dank gilt unseren Altbergrettern Christoph und Seppl – schön, dass ihr dabei wart und uns mit eurer Unterstützung und Gastfreundschaft verwöhnt habt!
6 Alpinausbilder unserer Ortsstelle nahmen an dieser spannenden Übung teil. Bericht auf ORF.at sowie ein Beitrag auf Vorarlberg Heute. Bilder in der Galerie.
In fünf Gruppen durchliefen wir insgesamt sieben spannende Stationen, bei denen Theorie und Praxis perfekt kombiniert wurden.
Auf dem Programm standen:
Ein großes Dankeschön an Simson und Günter für die Organisation dieses interessanten, informativen und lehrreichen Tages und an das gesamte San-Team inklusive Simon Marxgut von der Rettung Egg für die kompetente Betreuung, und an Seppl für die Organisation der Räumlichkeiten in der Mittelschule. Bilder in der Galerie.
Im Rahmen eines praxisorientierten Workshops beschäftigten sich die Alpinausbilder intensiv mit dem Thema „Rettung nach oben“ mit einem System, das von der ICAR empfohlen wird.
Ziel des Workshops war es, die beiden derzeit verfügbaren Techniken zur Rettung nach oben zu vergleichen und deren jeweilige Vor- und Nachteile zu analysieren. Dabei wurden beide Systeme im praktischen Einsatz getestet und hinsichtlich Effizienz, Einfachheit und Sicherheit bewertet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Risikobeurteilung:
Die Teilnehmer setzten sich mit den möglichen Gefahren und Grenzen der beiden Systeme auseinander, um künftig in Ausbildung und Einsatz eine fundierte Entscheidung treffen zu können, welches
System unter welchen Bedingungen die optimale Lösung darstellt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die engagierte Teilnahme und den offenen fachlichen Austausch!
Von unserer Ortsstelle waren Fabian und Willi mit dabei.
Bei einem praxisorientierten Fahrtechnik-Workshop konnten die Teilnehmer ihr Wissen und Können im sicheren Umgang mit Einsatzfahrzeugen im Gelände vertiefen.
Im Mittelpunkt standen realistische Übungen zu Fahrverhalten, Sicherheit und Technik unter anspruchsvollen Bedingungen.
Sicheres Verhalten beim Schrägfahren
Mulden und Kuppen kontrolliert und schonend durchfahren
Einschätzen der maximalen Verschränkung und des Rampenwinkels
Früherkennung von Traktionsverlust
Sichere Steilauf- und -abfahrten sowie kontrolliertes Zurückfahren aus Steilhängen
Lenk- und Bremstechniken auf unterschiedlichem, unbefestigtem Untergrund
Gewichts- und bodenabhängige Fahrtechniken
Einsatzspezifisches Fahrverhalten, insbesondere bei Blaulicht- und Geländeeinsätzen
Auswirkungen auf Fahrzeugrahmen, Aufbauten und Antriebstrang
Ein besonderer Schwerpunkt lag diesmal auf dem Training mit Quads bzw. ATVs (All-Terrain Vehicles).
Durch die Erweiterung des Trainerteams um einen speziell geschulten Instruktor für diese Fahrzeuge konnten neue Übungsinhalte integriert werden.
Diese Fahrzeuge bringen zusätzliche Herausforderungen – aber auch große Chancen – mit sich, insbesondere im unwegsamen Gelände und bei spezialisierten Rettungseinsätzen.
Trainingsinhalte für Quads/ATVs:
Steilhang- und Schrägfahrten, inklusive sicheres Wenden auf engem Raum
Einsatzabhängige Fahrtechniken unter Blaulicht und in schwierigem Gelände
Bergungs- und Abschlepptechniken, z. B. beim Transport von Material oder verletzten Personen
Belastung und Verschleiß der Fahrzeuge bei Zusatzaufbauten (wie Tragenhalterungen oder Seilwinden)
Von unserer Ortsstelle waren Josef und Willi mit dabei.
Die diesjährige Gebietsübung wurde von der Ortsstelle Mellau organisiert und durchgeführt.
Rund 70 Bergretterinnen und Bergretter aus dem gesamten Bregenzerwald nahmen daran teil, 9 aus unserer Ortsstelle.
Übungsannahme:
Ein Hubschrauber ist im oberen Bereich mit der Seilbahn Mellau–Damüls kollidiert. Mehrere Personen befanden sich noch in den Kabinen der Bahn und mussten daraus gerettet werden.
Zeitgleich wurde im Bereich der Unfallstelle nach weiteren Verletzten gesucht und deren medizinische Versorgung geübt.
Bei strahlendem Herbstwetter bot die Übung ideale Bedingungen, um das Zusammenspiel der verschiedenen Ortsstellen und Einsatzkräfte zu trainieren.
Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und alle Beteiligten für ihren Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit! Bilder in der Galerie.
Eine besondere Übung in Riefensberg: Gemeinsam mit der Feuerwehr Riefensberg wurde ein anspruchsvolles Einsatzszenario am Baukran der Firma Berkmann trainiert.
Übungsannahme:
Zwei Personen befanden sich für Wartungsarbeiten auf dem Baukran, als ein Blitzschlag einschlug. Beide wurden bewusstlos – eine Person in der Krankabine, die andere am Ausleger.
Bergung am Ausleger:
Der Zustieg zur verunfallten Person erfolgte gesichert am Seil.
Eine Crashbergung nach unten wurde notwendig, da aufgrund der engen Platzverhältnisse und der zahlreichen scharfen Kanten keine Erste Hilfe am Ausleger möglich war.
Der erste Abseilversuch musste wegen der Metallkanten abgebrochen werden; beim zweiten Versuch konnte die Person durch das enge Fachwerk gerade nach unten geborgen werden.
Im realen Einsatzfall wäre alternativ der 40-Meter-Steiger der Feuerwehr Götzis eine mögliche Unterstützung.
Bergung aus der Krankabine:
Die zweite, bewusstlose Person wurde mithilfe eines Bergedreiecks und eines kleinen Flaschenzugs aus der Kabine gehoben (Einstieg von oben).
Auch hier erschwerten zahlreiche scharfe Kanten die Arbeit.
Das Geländer am oberen Ende wurde mithilfe einer Lastübernahme am zweiten Seil überwunden, anschließend erfolgte das Ablassen entlang des Masts des Baukrans.
Diese gemeinsame Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Teamarbeit, Kommunikation und sichere Technik bei komplexen Höhenrettungen sind.
Die Übung wurde von Willi organisiert – als „Verletzte“ stellten sich Rudl und Stefan zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür – und ebenso für die anschließende Verpflegung!
Bilder in der Galerie.
Beim Zusatzheimabend stand ein Thema im Fokus, das Routine und Wiederholung braucht: Aufbau und Betrieb einer Seilbahn. Ziel war, alle Schritte so zu festigen, dass der Aufbau „aus dem FF“ gelingt – sicher, zügig und mit klarer Rollenverteilung.
Inhalte & Schwerpunkte
Eine komplexe Technik, die nur durch regelmäßiges Üben wirklich sitzt. Der Abend hat gezeigt: Mit klarer Struktur, fester Rollenverteilung und sauberer Kommunikation lässt sich die Seilbahn schnell und sicher aufbauen und betreiben.
Danke an Christoph Schwärzler für die Organisation!
Beim jüngsten Heimabend haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und zwei unterschiedliche Szenarien geübt.
Einsatzszenario 1 – Radsturz an der Schwarzenberger Platten Alpe
Ein Radfahrer (Wolfgang) war vom Fahrweg bergab in einen Graben gestürzt.
Bergung: mittels Mannschaftszug nach oben – ohne größere Komplikationen.
Abtransport: seitlich/quer auf der Trage, mit montiertem Kopfschutz.
Feedback: Laut „Opfer“ vermittelte die Fixierung ein sehr gutes Sicherheitsgefühl.
Einsatzszenario 2 – Pilzsucher abgestürzt
Zwei Pilzsucher waren abgestürzt: eine Person unverletzt, eine Person verletzt, aber wach und ansprechbar.
Lokalisierung: beide rasch gefunden.
Abtransport: verletzte Person auf der Trage über gesichertes Ablassen; Abseilen über zwei Standplätze.
Besonders positiv: Alle Funksprüche wurden zur Bestätigung vollständig wiederholt (Readback) – vorbildlich!
Fazit: Zwei praxisnahe Szenarien mit sauberer Technik, klaren Absprachen und wertvollen Learnings. Vielen Dank an alle Beteiligten, besonders an Mathias Albrecht fürs organisieren.
Der Eiskurs als Teil der Basisausbidlung für die Anwärter zur Ausbildung zum Bergretter. Wie in den vergangenen Jahren zeigte sich das Gebiet rund um die Wiesbadener Hütte im Bereich des Ochsentaler- und Vermuntgletschers erneut als ideales Übungs- und Trainingsgelände, um den AnwärterInnen die notwendigen alpinen Grundlagen im Eis- und Gletscherbereich praxisnah zu vermitteln.
Am Freitagnachmittag trafen sich insgesamt 38 motivierte Bergrettungsanwärter beim Silvretta-Stausee, wo sie von den 8 Ausbildern und 4 Co-Ausbildern des Bergrettungslehrteams empfangen wurden. Gemeinsam wurde anschließend der Anstieg zur Wiesbadener Hütte in Angriff genommen. Oben angekommen, wurden die TeilnehmerInnen nach einer kurzen Stärkung in Kleingruppen aufgeteilt. Am Abend standen bereits erste Programmpunkte auf dem Plan, bei denen in Theorie und Praxis die Grundlagen für das bevorstehende Wochenende gelegt wurden.
Der Samstag bot heuer erfreulicherweise stabile Wetterbedingungen, was eine strukturierte und umfassende Durchführung des Ausbildungsprogramms ermöglichte. Auf dem Ochsentaler Gletscher wurden die wesentlichen Inhalte der Ausbildungsrichtlinie der Bergrettung Vorarlberg umgesetzt. Dazu gehörten neben Anseil- und Spaltenbergungstechniken auch Themen wie Gehen am Seil, Selbst- und Kameradenrettung sowie der sichere Umgang mit der technischen Ausrüstung. Die Arbeit in Kleingruppen ermöglichte es, intensiv auf die einzelnen Anwärter einzugehen und praxisorientiertes Lernen zu fördern.
Am Sonntag folgte der zweite Praxistag. Dort konnten die erlernten Inhalte vertieft und in realistischen Szenarien angewandt werden. Mit großer Motivation absolvierten die TeilnehmerInnen die letzten Ausbildungsblöcke, bevor der Kurs am Nachmittag offiziell abgeschlossen werden konnte.
Ein besonderer Dank gilt unserem engagierten Ausbilderteam, bestehend aus 8 Alpinausbilder und 4 Co-Ausbilder*innen, die mit viel Erfahrung, Fachwissen und Geduld die Ausbildungsinhalte vermittelt haben. Ebenso möchten wir den 38 AnwärterInnen für ihre hohe Motivation und Einsatzbereitschaft danken. Bedanken möchten wir uns auch beim Team der Wiesbadener Hütte, das uns wie jedes Jahr bestens versorgt hat und somit wesentlich zum Gelingen des Wochenendes beigetragen hat.
Kursleiter dieses Kurses war unser Kamerad Valentin, weiters waren von unserer Ortsstelle Alex, Tobias und Mathias als Ausbilder mit dabei, sowie Christof, Daniel und Thomas als Co-Ausbilder.
Beim letzten Heimabend wurde in unserer Ortsstelle fleißig an vier Stationen geübt:
🔹 Drohne: Testflug – Basics und Suche
Wir haben einen Drohnentestflug durchgeführt und die Grundlagen sowie Suchtechniken geübt.
🔹 Silvretta Winde + Hyperbol
Der Umgang mit der Silvretta Winde und dem Hyperbol wurde geübt, um im Einsatzfall sicher damit arbeiten zu können. Praktisch alle Ortsstellen führen die Winde weiterhin als Reserve
mit.
Wichtig: Richtiges Einhängen am Standplatz – ins zentrale Loch, das durch die Hauptplatte und den Bremsaufbau führt.
🔹 ABCDE-Schema / Beurteilung
Auffrischung und Training des ABCDE-Schemas zur strukturierten Patientenbeurteilung.
🔹 Fahrzeuge: Defender und Quad
Wir haben uns intensiv mit Defender und Quad beschäftigt.
Ein großes Dankeschön an Dominik W. für die Organisation dieses abwechslungsreichen Abends – es war super interessant!
Als Erkundungstour unseres Einsatzgebiets und zur Wiederholung der Canyoning-Techniken haben einige unserer Bergretter zusammen mit der Canyoninggruppe der
Bergrettung Mellau einen Teil der Subersach begangen.
Die Schluchtabschnitte wurden dabei mittels Abseilens, Abklettern, Springen und Schwimmen überwunden.
Besonders erfreulich ist, dass neben unseren Canyoningrettern sich auch Canyoning-Aspiranten in die Schlucht gewagt haben und sich dabei ein paar neue Techniken und Methoden abschauen
konnten.
Als Abschluss der Tour durften natürlich ein paar Heineken nicht fehlen, danach gab es noch einen gemütliche Hock mit Bregezerwälder Spezialitäten im Egender in
Schönebach.
Vielen Dank an Rudl und die Canyoningguppe Mellau für die Organisation und Führung der Tour sowie des gelungenen Abends.
Bilder in der Galerie.
Heimabend mit Praxisstationen: Wiederholung wichtiger Sommerthemen
Beim letzten Heimabend stand die praktische Wiederholung zentraler Sommerthemen im Mittelpunkt – organisiert als spannender Stationsbetrieb mit drei abwechslungsreichen Übungsstationen.
Station 1: Trage & Flaschenzug
Hier wurde praxisnah das sichere Aufbauen, Ablassen und Hochziehen einer Trage geübt. Besonderes Augenmerk lag auf dem richtigen Aufbau unseres Flaschenzugs, dem Erkennen seiner Bestandteile und
der Anwendung von Redundanz mit dem Maestro.
Station 2: Seilgeländer
An dieser Station wurde das gesicherte Aufbauen eines Seilgeländers mit zwei oder drei Personen trainiert – genauso wie das anschließende gesicherte Abbauen. Auch der Aufbau eines Seilgeländers
ohne zusätzliches Material wurde geübt.
Station 3: Abseilen & Flaschenzüge
Passives und aktives Abseilen wurde hier wiederholt und gefestigt. Zudem konnten verschiedene Flaschenzugsysteme ausprobiert werden: der Express-Flaschenzug, der Seilrollen-Flaschenzug sowie die
Selbstseilrolle standen auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten unterschiedliche Anwendungen direkt vergleichen und wertvolle Tipps mitnehmen.
Ein herzlicher Dank geht an Thomas – es war ein super interessanter und lehrreicher Heimabend!
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2025 fand der Alpinausbilder Felskurs auf der Lindauer Hütte statt. Unser Alpinausbilder-Anwärter Simson Höck war mit dabei.
Unter der Leitung eines hochqualifizierten und engagierten Ausbilderteams wurden zentrale Inhalte praxisnah vermittelt. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur alpine Grundtechniken, sondern vor allem das didaktisch fundierte Weitergeben dieser Kenntnisse – schließlich werden die Teilnehmenden zukünftig selbst als Ausbildner tätig sein und ihr Wissen an angehende Bergretter*innen weitergeben.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sicheren Bewegen und Orientieren im weglosen Gelände, der Organisation und Durchführung von Bergungen mit behelfsmäßigen Mitteln sowie dem korrekten Aufbau und Einsatz einer provisorischen Seilbahn zur Personenbergung. Auch das Bewegen im steilen Felsgelände, das Arbeiten in der Seilschaft und die patientengerechte Rettung aus anspruchsvollem Terrain wurden ausgiebig geübt.
Neben der intensiven Ausbildung kam auch der kameradschaftliche Austausch nicht zu kurz – sei es bei einer kurzen Verschnaufpause auf der Hüttenterrasse oder bei angeregten Gesprächen am Abend.
Fazit: Ein äußerst lehrreiches, forderndes und motivierendes Wochenende, das nicht nur Wissen, sondern auch Sicherheit und Selbstvertrauen vermittelt hat. Mit großer Vorfreude blicken alle Teilnehmenden dem dritten und letzten Kursteil im Eis und Schnee entgegen – hochmotiviert und bestens vorbereitet.
Bilder in der Galerie.
Technik, Teamwork und tosende Wasser
Von 30. Mai bis 1. Juni 2025 stand in Mellau wieder alles im Zeichen von Seiltechnik, Wasser, Fels und Ausbildung. Der diesjährige Canyoningkurs der Bergrettung Vorarlberg war mit zwei Anwärtergruppen, zwei Wiederholergruppen und zwei Rettergruppen hervorragend besetzt – jede Menge Motivation, Erfahrung und Lernbereitschaft trafen hier aufeinander. 4 Mitglieder unserer Ortsstelle besuchten diesen Kurs.
Für die Anwärtergruppen ging es zum Start an das Übungsgelände, wo grundlegende Seiltechniken erlernt und intensiv geübt wurden. Die restlichen Gruppen starteten direkt in unterschiedlich anspruchsvolle Schluchten im Bregenzerwald, um dort technische Abläufe unter realen Bedingungen zu trainieren.
Am Samstag und Sonntag waren dann alle Gruppen in verschiedenen, spannenden und zum Teil sehr anspruchsvollen Canyons im ganzen Bregenzerwald unterwegs. Dabei wurden nicht nur neue Techniken vermittelt, sondern auch bestehendes Wissen aufgefrischt und gefestigt. Jede Begehung war gleichzeitig Ausbildungsraum, Übungsfeld und Teamerlebnis.
Ein besonderes Highlight war das Wildwasserschwimmen in der Bregenzerache, das alle Gruppen unter Anleitung und Aufsicht unserer Kolleginnen und Kollegen der Wasserrettung absolvieren durften – eine wichtige Ergänzung zur Canyoningausbildung, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam.
Am Samstagabend wartete ein weiterer Höhepunkt: Die Canyoning-Pioniere Thomas Schranz und Rudl Bilgeri organisierten einen witzigen und unterhaltsamen Abend.
Im Hotel Engel in Mellau wurden wir kulinarisch auf höchstem Niveau verwöhnt.
Vielen Dank an Luca Rüf der OS Mellau für die Organisation.
Beim letzten Heimabend stand eine realitätsnahe Einsatzübung auf dem Programm:
Ein simulierter Arbeitsunfall auf der L25 zwischen Langenegg und Müselbach forderte das ganze Können unserer Mannschaft.
Laut Übungsszenario wurden zwei Arbeiter durch herabstürzende Felsbrocken in die Tiefe gerissen. Einer der beiden war reanimationspflichtig, der zweite wies ein schweres Polytrauma auf. Ziel der Übung war es, die medizinische Erstversorgung beider Patienten durchzuführen und anschließend eine schonende Bergung mittels Flaschenzug zu organisieren.
Besonders gefordert war die Koordination zwischen medizinischer Versorgung, technischer Rettung und Kommunikation im Team – zentrale Elemente im Ernstfall. Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer regelmäßigen Ausbildung und ermöglichen es uns, Abläufe zu festigen, Handgriffe zu trainieren und die Zusammenarbeit zu stärken.
Ein herzlicher Dank an Tobi für die Organisation!
Beim letzten Heimabend drehte sich alles rund ums Thema Seiltechnik. In Kleingruppen wurde direkt im Gelände hinter dem Feuerwehrhaus intensiv geübt – praxisnah und mit viel Engagement.
Neben der Auffrischung bewährter Techniken wurden auch Neuerungen vorgestellt:
An der Trage kommt nun ein Gesichtsschutz (Face Shield) zum Einsatz. Die aktuelle Befestigung – mithilfe von Karabiner und Holz – ist zwar funktional, aber noch etwas provisorisch und wird
weiterentwickelt.
Außerdem gibt es beim Flaschenzug ein neues Detail: Der „Frosch“ wurde durch ein Modell ersetzt, das nicht mehr zerlegt werden kann – bei gleichbleibender Funktionalität.
Ein großer Dank an Marius für die Organisation und an alle Teilnehmenden für den motivierten Einsatz!
An diesem Zusatzheimabend am Hittisberg galt es, an zwei Stationen verschiedene Herausforderungen zu meistern.
Bei der ersten Station stand der Aufbau einer funktionierenden Seilbahn im Mittelpunkt – Teamarbeit, Technikverständnis und Fingerspitzengefühl waren gefragt.
Die zweite Station stellte die Gruppe vor eine besonders knifflige Aufgabe: Ein Verletzter musste aus über 100 Metern Tiefe geborgen werden – deutlich mehr, als unser Standardflaschenzug
bewältigen kann. Kreative Lösungen waren gefragt, und gemeinsam wurde ein alternatives Bergesystem entwickelt, das schließlich erfolgreich zum Einsatz kam.
Danke an Lisa für die Organisation dieses Zusatzheimabend!
Am vergangenen Heimabend stand eine herausfordernde Einsatzübung auf dem Programm: Im Quelltuff in Lingenau waren zwei Personen abgestürzt. Nach kurzer Suche konnten wir beide lokalisieren.
Eine Person war ansprechbar und wurde von oben mithilfe eines Retters gesichert und gerettet. Zeitgleich wurden ein Retter und ein Sanitäter etwa 50 Meter zu einem bewusstlosen Verunfallten abgeseilt. Während er vor Ort medizinisch versorgt wurde, errichtete das Team oben eine Verankerung, um die Trage mit einem Retter kontrolliert abzuseilen. Der Verletzte wurde vorsichtig in die Trage gebettet und mittels Flaschenzug nach oben gezogen.
Aufgrund der schwierigen Geländebeschaffenheit kam es dabei zu einigen Komplikationen. Nach über zweieinhalb Stunden intensiver Arbeit entschieden wir, die Bergung nach oben abzubrechen. Stattdessen kletterten die drei Beteiligten über den Quelltuff zurück zur Plattform.
Nach einer herausfordernden Übung, die viele wertvolle Erkenntnisse brachte, kehrten wir um 23:00 Uhr ins Heim zurück, zum Teil Pflatschnass. Wir ließen den Abend bei einer wohlverdienten Jause gemütlich ausklingen. Eine spannende und lehrreiche Erfahrung für das gesamte Team! Danke an Christof B. für die Organisation dieser Übung!
Übungsabend mit spannendem Stationsbetrieb
Beim letzten Heimabend standen vier abwechslungsreiche Stationen auf dem Programm:
Ein lehrreicher und spannender Abend – vielen Dank an Dominik F. fürs Organisieren!
Beim letzten Heimabend stand eine realitätsnahe Lawineneinsatzübung auf dem Programm, die wertvolle Erkenntnisse brachte. Die Übungsmeldung lautete:
„B7H7 – Lawine 300m südöstlich der unteren Hittisbergalpe, Seehöhe 1100m. Mehrere Verschüttete.“
Mit Quad und Anhänger machten wir uns auf den Weg zur Genabendalpe, dem Ausgangspunkt der Übung. Dort wurde eine Schleuse eingerichtet, und die Teilnehmer wurden mittels Quad-Shuttle zum Szenario transportiert. Am Einsatzort galt es, drei Verschüttete zu orten und auszugraben – eine Herausforderung, da eine der Personen ohne LVS-Gerät ausgestattet war. Parallel dazu musste eine weitere Person, die im steilen Gelände abgestürzt war, mittels Trage und Flaschenzug geborgen werden. Anschließend wurde diese per Akja sicher ins Tal abtransportiert. Die Übung war spannend und vielseitig, bot aber auch wertvolle Gelegenheiten, die Zusammenarbeit und den Umgang mit der Ausrüstung unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Ein herzliches Dankeschön an Lukas für die ausgezeichnete Organisation! Solche Übungen sind essenziell, um im Ernstfall bestens vorbereitet zu sein.
Beim diesjährigen Winterübungstag standen essenzielle Themen auf dem Programm, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein. Der Tag begann mit intensiven Übungen zur LVS-Suche, dem Sondieren und Mannschaftssondieren. Diese grundlegenden Fähigkeiten sind entscheidend, um Verschüttete schnell und effizient zu lokalisieren.
Anschließend wurden verschiedene Schaufeltechniken trainiert, um auch bei schwierigen Bedingungen zügig arbeiten zu können. Der Höhepunkt des Tages war ein groß angelegter Lawineneinsatz: Mit realitätsnahen Szenarien wurde die Versorgung und der Abtransport von Verletzten geübt. Hierbei war Teamarbeit und Präzision gefragt, um die Einsatzabläufe zu optimieren.
Ein großer Dank an Daniel und Thomas für die Organisation. Gemeinsam sind wir für die Herausforderungen des Winters bestens vorbereitet!
Bilder in der Galerie.